Montag, 29. August 2011

Wer zeltet, kann verlieren. Wer nicht zeltet, hat schon verloren. - Der Zeltmarsch in der Retrospektive

#alex11 - aCAMPada Berlin und die Zelte - das ist für viele von uns untrennbar. 

Wir denken, ein Demokratiecamp sollte auch in Deutschland möglich sein und das wollen wir auch unseren Freunden in aller Welt zeigen. 

Wir wollen zeigen, dass auch in diesem Land eben nicht alle Menschen mit den Entscheidungen einverstanden sind, die getroffen werden um "Märkte" zu beruhigen oder den Euro zu "retten". Denn oft stehen Zwangskredite und Sozialababbau  bei unseren europäischen Nachbarn im Zusammenhang mit solchen Maßnahmen.  "Reformen", die wir hier auch bald wieder zu erwarten haben, wenn wir nicht zeigen, dass wir mit einer solchen Politk nicht einverstanden sind. Das Muster ist immer das selbe: 

Panikmache, Ankündigungen alles würde total schlimm werden und danach die Belehrung sozialer Raubbau sei nun die einzige Alternative. Wir Menschen, die sich seit dem 20. August 2011 auf dem Alexanderplatz versammeln, sagen nein zu einer solchen Politik und dies wollen wir auch zeigen: 

Mit unseren eigenen Symbolen, mit Kreativität, friedlich und basisdemokratisch. Dass es dabei oft auch mal Streit gibt und vielen Menschen vieles zunächst unklar bleibt, ist Teil des Prozesses. 

In den letzten Tagen kam öfter die Frage auf, was die Menschen auf dem Alexanderplatz eigentlich wollen. Einfach gesagt: Eine gerechte Gesellschaftsordnung. 
Gerechtigkeit ist das Ziel und Demokratie ist der Weg dahin. 
Echte Demokratie - mit Versammlungs- und Meinungsfreiheit. 
Derzeit entstehen viele neue Texte, die all das noch besser erklären sollen, doch bietet eines unserer "Manifeste" schon eine erste Annäherung. 
Nach den restrikiven Einschränkungen des Versammlungsrechts verabredeten sich die Empörten letzten Freitag um gemeinsam mit Zelten vom Brandenburger Tor zum Alexanderplatz zu marschieren. Die Bilder der gewaltsamen Räumung sollten mittlerweile jedem bekannt sein. Doch handelte es sich bis dahin um eine friedliche, kreative Demonstration an der Menschen aller Altersklassen und aus jeder sozialen Schicht teilnahmen. 





Start am Brandenburger Tor


zum Alex


"Ceci n'est pas une chair" Parodie auf das Verbot des Sitzens auf Stühlen auf dem Alex in Anlehnung an René Magritte


temporäre Zeltstadt

Fotos und lieben Dank an Yusuf Beyazit weitere Bilder hier und hier




Der nächste Zeltmarsch findet am kommenden Freitag, den 2. September 2011 statt. Treffpunkt ist um 16.30 am Brandenburger Tor.


Kommentare:

  1. na ja...wie der Name schon sagt...klingt irgendwie logisch:
    acampada-zelten,campen
    geht am Besten...na ja...im Zelt halt...

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  2. erklär das mal denen vom abschnitt32 ;-)

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  3. Ägypts das? Klasse Idee. Ich bin in den nächsten tagen in Berlin und ich werde da mal vorbei schauen.

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  4. nächste Asamblea is Mittwoch um 18 Uhr auf dem Alex

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  5. Ich wünsche euch viel Glück, lasst euch nicht provozieren und nicht demotivieren !

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  6. Der Alex11-Kalender unter:

    http://alex11.wikidot.com/

    tragt alle wichtigen Events ein!!!

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  7. habt ihr nix gelernt aus lybien, ägypten und london?

    kein FciaBook verwenden!!!

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  8. Keine Sorge, @1984@now.end, wir sind auch bei Diaspora. Wir haben auch nichts zu verbergen. Damit den Sicherheitskräften auch ja keine Gelegenheit entgeht, sich gesetzeskonform zu verhalten ;)

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  9. Wollt ihr wissen, warum man euch geräumt hat?

    1. Deutschland ist seit '89 kein souveräner Staat mehr, sondern nach England der 52. Bundesstaat der USA. Deshalb ist es für die CIA völlig uninteressant, einen Aufstand im "eigenen" Land anzuzetteln. Dafür sind die so genannten "Schurkenstaaten" besser geeignet.

    2. Auf dem Alex darf jeder (Touristas, Penner, Straßenräuber, usw.), der den Binnenmarkt stärkt, frei und ungestört herumlaufen oder -stehen. Hauptsache, er KONSUMIERT. Wer sich dem verweigert ist schlecht für's Geschäft, sprich: er mindert die Standortqualität.

    3. Solange ihr ausschliesslich für wirtschaftliche Freiheit statt für Demokratie eintretet, könnt ihr Demos machen, wo und wann ihr wollt.

    4. Wichtigster Punkt und euer größter Fehler: Ihr seid kein strategisches Bündnis mit |30r7315m@nn eingegangen. Ohne die geht nämlich gar nix.

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  10. strategisches Bündnis mit wem?hä?

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  11. Habe mir über die geringe Resonanz mal Gedanken gemacht. Grund ist wohl das mittlerweilen in Deutschland keinerlei politischen Akteuren mehr Vertrauen geschenkt wird. Der Verrat an politischen Idealen durch die "Etablierten" ist derzeit so massiv das niemand mehr mit "Politik" etwas zu tun haben will.
    Schöne Beispiele für eine Verräterpartei sind hier die Grünen. Unter anderem als Pazifisten und Kämpfer für bessere Sozialpolitik gestartet gibts von dieser Partei auch nur noch eine Politik der Kriegstreiberei und des Sozialabbaus. Oder auch gerade hochaktuell in Berlin: der Verrat der Linkspartei am Volk.
    Dumm nur das die meisten Menschen dann auch nicht zu den Wahlen gehen und damit sich die alten beziehungsweise neuen Konservativen (Grün, SPD usw) zum Vormund bestellen.
    Übrigens: Bei uns hier (Rhein-Main-Region) ergibt sich genau dassselbe Bild wie bei Euch in Berlin; niemand interessiert sich mehr für das politische Treiben hier im Land.
    Ihr tragt also keine Schuld an der Misere. Nicht das Ihr Euch einreden tut Ihr hättet "alles" falsch gemacht (Organisation etc.). Was Eure Lage in Berlin freilich erschwert ist das Ihr wirklich vor Ort kaum Verbündete habt. Lediglich die Gewerkschaften wären wohl sinnvolle Ansprechpartner gewesen. Attac bzw die Piratenpartei hatten Euch ja bereits unterstützt.

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  12. Also ich finde nicht,dass die Resonanz gering ist,sondern unsichtbar.Es geht ja in erster Linie gar nicht darum die Macht zu ergreifen,sondern den Willen zur Macht erst einmal formulieren,formen,herausbilden.Dass das System sich selber frisst,ist ja nur eine Sache der Zeit-bis die endlich fertig sind,kann man ja hier über das DANACH nachdenken.Eine Bewegung führt man aus-die muss man nicht sammeln-die Ausführung ist neu,anders-na ja unsichtbar eben,aber nicht weniger kraftvoll-solange die Berliner da ausharren ist sie sichtbar-selbst wenn nicht....in den Köpfen geht es ja ununterbrochen weiter...dass die S21er jetzt hier einen auf Anfang machen finde ich ehrlich gesagt lächerlich,wenn man sich mal den Vergleich ansieht,dann hat Spanien ja wohl am Wenigsten eine Nachfrage nötig....also bei allem Respekt für den Schloßgarten:... abba ich kann mir eher vorstellen,dass wir was von denen zu lernen haben-jedenfalls JETZT wie auch immer der Anfang war-denn wie auch immer-DIE habens es anders gemacht-also was ist anders bei denen?

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